Schutzgas
Das richtige Gas zum Schweißen

Das Schutzgas für dein Schweißgerät

Mit dem richtigen Schutzgas zum Erfolg!
Mit dem richtigen Schutzgas zum Erfolg!

Zu den wichtigsten Komponenten beim Schweißen – neben einem guten Gerät natürlich – gehört das Schutzgas. Aber warum ist das Schutzgas beim Schweißen so wichtig? Diese und alle weiteren Fragen zum Thema „Schutzgas“ werden dir auf dieser Seite beantwortet.

Hier kannst du direkt zu den verschiedenen Punkten springen:

 

Was ist Schutzgas?

Beim Schutzgas handelt es sich um Gase, welche eingesetzt werden um die Atmosphäre zu verdrängen. Es schützt dein Schweißgut also vor dem Sauerstoff und anderen Gasen aus der Umgebungsluft. Aber nicht nur beim Schweißen kommen Schutzgase zum Einsatz.

In folgende Einsatzgebieten wird Schutzgas eingesetzt:

Warum ein Schutzgas beim Schweißen?

Diese Gase sorgen dafür, dass die umgebende Atmosphäre von deiner Schweißnaht ferngehalten wird. Durch verschiedene Zusammensetzungen und Mischverhältnisse wird das Ergebnis deiner Arbeit entscheidend beeinflusst. Für das optimale Schweißergebnis musst du das richtige Gas wählen.

Die Schutzgase werden eingeteilt in „aktive Schutzgase“ und „inaktive Schutzgase„. Der Unterschied ist, ob bzw. wie stark das gewählte Schutzgas mit dem Schweißbad reagiert. Welche Gase in welche Kategorie eingeordnet werden und wann du welches verwendest, zeigt dir unsere Schutzgastabelle.

Meist werden Argon, Wasserstoff, Stickstoff, Helium und Sauerstoff oder eine Mischung dieser Gase verwendet. Die verwendeten Gase werden dir noch näher vorgestellt. Ohne Schutzgas wird dir keine saubere und bruchfeste Schweißnaht gelingen!

Besonders beim Schweißen von hochwertigen Stählen oder Aluminium wirst du ein geeignetees Gas finden müssen. Welche Zusammensetzungen sich bewährt haben zeigt dir die Tabelle unter „Welches Schutzgas brauche ich„.

Geht es auch ohne?

Beim Elektrodenschweißen brauchst du kein extra Schutzgas
Beim Elektrodenschweißen brauchst du kein extra Schutzgas

Das Schutzgas ist enorm wichtig um den Sauerstoff aus der Atmosphäre von deiner Schweißnaht fern zu halten. Ansonsten könnte er mit den heißen Metallen reagieren. So könnten Korrosionen oder Verbrennungen entstehen. Das willst du natürlich nicht. 😉

Obwohl die Schutzgase aus den oben genannten Gründen so wichtig sind, geht es auch komplett ohne. Dann kommt aber dein Elektrodenschweißgerät* zum Einsatz. 😉 Auf dieser Seite wird nicht weiter auf Elektrodenschweißgeräte eingegangen. (Wenn du dich weiter über diese Geräte informieren möchtest, werden dir hier oder hier verschiedene Modelle vorgestellt.)

Welches Schutzgas brauche ich?

Welches Schutzgas für dich das richtige ist, hängt natürlich davon ab, welche Metalle du schweißen willst und welches Schweißverfahren du verwendest. Hier findest du eine kleine Übersicht über die verschiedenen Schutzgas-Schweißverfahren:

Welches Schutzgas wird für MAG, welches für MIG oder WIG-Schweißen verwendet? Der nachfolgenden Tabelle kannst du entnehmen, welche Kategorie für dich die richtige ist:

 

 SchweißverfahrenKategorieBeispiel
  • WIG,
  • Plasmaschweißen,
  • MIG
inaktives Gas
  • Argon
  • Helium
  • MAG
aktives Gas
  • Mischgas aus Argon und CO2
  • Mischgas aus Argon und O2

Wie aus der Tabelle hervorgeht werden aktive Gase beim Metall-Aktiv-Gas-Schweißen (kurz MAG) verwendet. Beim MIG Schweißen kommen dagegen reaktionsträge Gase zum Einsatz.

 

Inaktives vs. aktives Gas:
inaktives Gasaktives Gas
Diese Schutzgase sind sehr träge und reagieren kaum mit der UmgebungAktive Schutzgase beeinflussen deine Schweißnaht oder den Lichtbogen aktiv.

 

Anmerkung an die vorausgegangenen Tabellen: Zum WIG-Schweißen empfehle ich dir ausschließlich Argon 4.6. Um Aluminium(-legierungen) zu Schweißen wird auch gerne Helium oder ein Argon-Helium-Gemisch eingesetzt. Das Kosten/Nutzen-Verhältnis dieser oder anderer Gassorten musst du für dich selbst beantworten. Ich finde, hier entscheidet oft der Preis. Ganz einfach.

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  • Schutzgas Argon Mehrwegflasche gefüllt mit Schweiß-Argon 4.6 10 Liter
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  • Eigentums-Gasflasche/Stahlflasche inkl. Füllung, fabrikneu, aus Global-Import
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Die verschiedenen Schutzgase:

Folgene Gase werden in Schutzgasen eingesetz:

Dass das Schutzgas nicht wirklich billig ist, sollte bereits vor dem Kauf eines Schutzgasschweißgerätes – wie dem BT-GW 150 von Einhell (welches sogar mit 230Volt betrieben werden kann)* – bedacht und mit einkallkulliert werden. Schließlich werden die Kosten für das Nachfüllen, für eine neue Gasflasche oder das Umtauschen regelmäßig auf dich zukommen. Abhängig davon, wo, wie viel und wie oft du schweißt, kommt dieser Kostenfaktor sogar relativ häufig auf dich zu.

Auf die Vor- und Nachteile einer Tauschflasche gegenüber einer Eigentumsflasche oder der gemieteten Schutzgasflasche wird im Beitrag hier näher eingegangen.

 

Getränkekohlensäure als billige Alternative?

Oft habe ich schon von dem „Trick“ gehört, einfach eine Kohlensäureflasche von einer Kneipe aus der Nachbarschaft zu beziehen.

Kohlensäure ist ja Kohlensäure.

Tatsächlich kannst du auch mit Getränkekohlensäure schweißen. Aber das führt zu keinem sauberen Ergebnis! Ich möchte dir davon abraten.

Du kannst das schon so machen. Aber dann ist es halt .. (du weißt schon 😉 )

Der Grund dafür ist, Schutzgas zum Schweißen wird gereinigt und getocknet.

Getränkekohlensäure als Schutzgas? Keine gute Idee!
Getränkekohlensäure als Schutzgas? Keine gute Idee!

Kohlensäure die sowieso in Limo oder Bier gemischt wird, wird dagegen nicht getrockenen. Wieso auch?

Für dich beim Schweißen ist diese Feuchtigkeit aber nicht von Vorteil.

Ein weiterer Nachteil von „reiner“ Kohlensäure ist der große Einbrand. Dieser ist z.B. im Schiffsbau erwünscht aber viele (Hobby-) Heimwerker müssen besonders auf den Einbrand achten. Vor allem im KFZ-Bereich werden häufig sehr dünnen Bleche der Karrosserie geschweißt.

Hier ist ein großer Einbrand wie er durch den CO2-Anteil begünstigt bzw. verursacht wird nur schädlich. Zudem wird dein Lichtbogen viel unruhiger.

Eine schönere Naht bekommst du z.B. mit Schutzgas 18.
Gasflasche, Schutzgas/Schweißgas MAG, Mix 18/ 18% Co2, 82% Argon 20 Liter/ C20
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  • Eigentums-Gasflasche/Stahlflasche inkl. Füllung, gebrauchte Tauschflasche (Umlaufflasche aus unserem Tauschflaschensystem)
  • gefüllt mit: Schutzgas / Schweißgas MAG, Mix 18 / 18% Co2, 82% Argon 20 Liter / C20
  • Inhalt: 4,7 m³
  • Fülldruck: 200 bar
  • Prüfdruck: 300 bar
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Deshalb hier noch einmal die Empfehlung:

Nimm lieber ein „anständiges“ Schutzgas wie z.B. Schutzgas 18* anstelle von Kohlensäure aus der Kneipe nebenan.

 

Was kostet Schutzgas und wo bekomme ich das?

Die wohl wichtigste Frage – nachdem geklärt ist, welches Schutzgas das richtige für dich ist – ist der Preis.

Diese Frage kann aber nicht ohne weiteres beantwortet werden. Um die für dich günstigste Wahl zu treffen, muss abgeklärt werden, wieviel Schutzgas du brauchst. Ebenso ist es wichtig, welche Art an Schutzgasflasche du bevorzugst.

Ob du lieber eine Eigentumsflasche dein Eigen nennst und dich selbst um alles kümmerst oder eine Tauschflasche für dich ideal ist. Wenn du nur für kurze Zeit Nachschub brauchst, kann es sich auch lohnen, die Schutzgasflasche lediglich zu leihen.

Vor & Nachteile verschiedener Gasflaschen:

Jede der vorgeschlagenen Möglichkeiten hat für dich Vor- und Nachteile. Hier sind sie kurz zusammengefasst:

 

VorteileNachteile
Gasflasche mieten
  • Schnell & einfach
  • In jedem größeren Baumarkt erhältlich
  • Flaschen sind TÜV-geprüft
  • Keine Wartezeiten beim Befüllen
  • Monatliche Mietbeiträge
Eigentum
  • günstig
  • Die Gasflasche gehört dir
  • Lange Wartezeiten beim Nachfüllen möglich
  • Du musst dich selbst um den TÜV kümmern
Tauschflasche
  • Schnell & einfach
  • In jedem größeren Baumarkt erhältlich
  • Flaschen sind TÜV-geprüft
  • Keine Wartezeiten beim Befüllen

 

Wie groß sollte meine Schutzgasflasche sein?

 

Wieviel Schutzgas brauche ich?